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- Schulprojekt "Neustart" /
Griesheim -
(Gemeinschaftsprojekt der Kindervilla Ilmtal e.V.
Stadtilm und der Regelschule Stadtilm)
„ Die kleine -
besondere Schule – mit der großen Wirkung“
PDF-Datei
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Unser Kooperationsprojekt mit der örtlichen Regelschule
ist ein ganz besonderes Schulangebot außerhalb der
normalen Schule. Ende August 2007 eröffneten wir auf dem
Grundstück der Griesheimer Wohngruppe das Angebot
„Neustart“. Es dient jungen Menschen, die vorübergehend
nicht in der Lage sind, den Anforderungen der
vorhandenen örtlichen Schulen gerecht zu werden.
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Ziel
ist die individuelle Förderung des schulischen Sozial -
und Leistungsverhaltens mit der Maßgabe:
o
kontinuierlicher Schulbesuch / (Schullust statt
Schulfrust);
o
Reintegration in die geeignete Schule / Klasse
(3–Phasen–Integrationsprogramm);
o
Vorbereitung auf den Schulabschluss (ggf. mit
angepassten Anforderungen)
Zielgruppe
sind Jungen und Mädchen i.d.R. ab der Klasse 5, die in
der „normalen Regel– oder Förderschule“ scheitern oder
diese zurzeit nicht annehmen können. Das Angebot hat 6
Plätze.
Wir wollen:
o
Schulmüdigkeit und Schulverweigerung vor der
Verfestigung begegnen, oder
o nach langen
Klinikaufenthalten – Brücke zwischen Klinik und Schule
sein,
o eine
besondere Hilfe für junge Mütter auf dem Weg zum
Schulabschluss anbieten
Maßnahmen und Methoden |
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sind die enge Kooperation mit Herkunfts- u. Zielschule;
den Fachkräften der Wohngruppen sowie
o die
individuelle, erfolgs – und ressourcenorientierte
Beschulung,
o
Kleinstgruppen- und Einzelarbeit; auf der Grundlage
individueller Förderprogramme,
o Erleben und
Erlernen von Werten und Normen; wertschätzendes
Miteinander;
o
Mitbestimmung / Teilhabe / Eigenverantwortung /
Selbstwertentwicklung
Die Beschulung erfolgt täglich von 08.00 Uhr – 13.00 Uhr
(4 Tage Projekt / 1 Tag Regelschule)
Akteure
sind ein überschaubares Team von erfahrenen, engagierten
Lehrern der Regelschule Stadtilm und einer
Sozialpädagogin der Kindervilla. Projektleitung;
Schulleitung und Jugendhilfeleitung arbeiten eng
zusammen. Sonderpädagogische Fachberatung und
Supervision ist begleitend im Projekt tätig.
Kosten
für Lehrkräfte und Sachaufwendungen entfallen, da das
Projekt vom Schulamt und Schulverwaltungsamt unterstützt
wird. Das Gebäude wird von der Kindervilla
bereitgestellt. Die notwendige sozialpädagogische
Begleitung erfordert einen zusätzlichen
Betreuungsaufwand von ca. 3 - 5 Fachleistungsstunden /
Kind / Schulwoche. (FLS intern - aktuell: 26,27 €).
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Das ausführliche Konzept ist ab dem 15.10.07 auf
unserer Internetseite:
www.Kindervilla-Ilmtal.de unter
sonstige Angebote als
PDF – Datei hinterlegt. Der Projektstart ist auch
für die Akteure eine Lernphase. Die Konzepte sind daher
unter Vorbehalt der Fortschreibung und Änderung zu
verstehen.
Kurzbeschreibung / H. Spatz / Stand 04.10.07
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1. Eltern- und Familienarbeit
PDF-Datei
Der Erfolg unserer Arbeit ist enorm davon abhängig, in
wieweit die oftmals alleinerziehenden Elternteile der
bei uns lebenden Kinder unser Hilfe unterstützen.
Heimerziehung bedeutet nicht, Eltern auszuschließen oder
sie aus der Verantwortung zu entlassen, sondern im
Gegenteil, sie in Ihrer Elternrolle zu stärken und
intensiv einzubeziehen. Eltern wollen i.d.R. gute Eltern
sein, nur leider erschweren mitunter problematische
Lebensbedingungen, Krisen, Krankheiten oder auch die
Folgen der eigenen Geschichte die Umsetzung im
Lebensalltag.
Wir nehmen unsere Eltern mit Ihren Problemlagen ernst
und versuchen, sie während der Unterbringung ihrer
Kinder in der Kindervilla als Partner zu gewinnen.
Wer möchte und längere Anfahrten hat, kann auch gern
unsere kleine Elternwohnung in der Wohngruppe Griesheim
für Besuche nutzen.
Neben der bisherigen Eltern- und Familienarbeit bietet
die Kindervilla seit Anfang 2006 durch zwei ausgebildete
Kursleiter nun auch Elternkurse nach dem Modell der AWO
– Elternwerkstatt an.
Dabei geht es nicht darum, jedes Problem zu lösen oder
allumfassende Erziehungsrezepte zu erstellen. Wir wollen
für mehr für Verständnis zwischen Eltern und Kindern
sorgen und Eltern mehr Sicherheit im Umgang mit ihren
Kindern vermitteln. Hierzu bedarf es der Mitwirkung aber
auch der Verschwiegenheit der Beteiligten. Der Kurs, der
vorerst für Eltern der bei uns lebenden Kinder
vorgesehen ist, soll eventuell später auch für andere
Interessenten angeboten werden.
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2. Heilpädagogik
Regelmäßige heilpädagogische Förderungen durch eine
ausgebildete Fachkraft sind seit Jahren ein wesentlicher
Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Im
entsprechend eingerichteten „Snoeselraum“ im
Dachgeschoss der Stadtilmer Wohngruppe finden
wöchentlich Entspannungs-, Konzentrationsübungen statt.
Sinneswahrnehmungen, Lern – und Rollenspiele; die
Wirkung entspannender Musik sind u.a. Bestandteile des
Angebotes. In einem individuellen Förderplan werden
Diagnose, Ziele, Maßnahmen und Methoden beschrieben, die
die Grundlage der Förderung darstellen.
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3. Erlebnispädagogik
Erlebnispädagogische Angebote sind bei uns sowohl
individuelle als auch gruppenbezogene Angebote in der
Natur der Umgebung, die sowohl dem Erleben der eigenen
Stärken als auch der persönlichen Grenzen dient.
Erfahrungsgeprägtes Lernen, Steigerung von
Gemeinschaftsfähigkeit und Teamverantwortung stehen im
Vordergrund. Neben gezielten regelmäßigen
Freizeitangeboten unserer als Gruppenbetreuer tätigen
Erlebnispädagogen stehen auch handwerkliche und
hauswirtschaftliche Befähigung im Mittelpunkt unserer
Aktivitäten.
Aktionen wie Treckingtouren am Rennsteig, Klettern am
Berg und in der Halle, Kanutouren, ausgedehnte
Radwanderungen, Winterfreizeiten mit Alpin – oder
Langlaufski sind Beispiele unserer aktiven
Freizeitgestaltung.
Die gemeinsame Erhaltung der Gebäude und Außenanlagen;
Arbeiten in der Fahrradwerkstatt, an der Töpferscheibe
oder der Drechselbank gehören genauso zum Alltag, wie
das Tanzen in der gemischten Kulturgruppe oder das
gemeinsame Kochen und Backen.
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4.
Kooperation Wichtige
Kooperationspartner bei der Betreuung der uns
anvertrauten Kinder sind:
-
die Schulen ( Förderzentrum des Marienstift Arnstadt mit
enormen Erfahrungen und
tollen Ressourcen bei der individuellen Förderung ;
die neue Ganztagesregelschule Stadtilm mit kompetenten
und
engagierten Lehrkräften; die freien und staatlichen
Berufsschulen u.v.a.)
-
die Therapeuten und Psychologen in der Umgebung, mit
denen wir seit vielen Jahren
erfolgreich zusammenarbeiten, und die bei Bedarf i.d.R.
umgehend helfen
-
die zahllosen Trainer und Vereinsaktiven, die uns bei
der Integration unserer Kinder in
die Sport – und Kulturangebote in der Umgebung
unterstützen
Integration im Gemeinwesen hat unterschiedliche
Gesichter. Neben dem Anspruch, möglichst alle unsere
Kinder in Vereinen und sinnvollen Gemeinschaften zu
integrieren, pflegen wir Partnerschaften mit:
-
dem Rotary – Club Arnstadt,
-
den Verein „Motorradfreunde Stadtilm“ e.V.
-
dem Fortsamt Frauenwald / Revier Wolfberg (Revierförster
Wolff)
-
dem Verein „Arbeit und Leben“ e.V. Erfurt in Verbindung
mit einem Medienprojekt
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